Gelegen an der französisch-deutschen Grenze teilen sich die Nordvogesen und der Pfälzerwald ein grenzüberschreitendes UNESCO-Biosphärenreservat. Besonders charakteristisch sind neben den dichten geheimnisvollen Wäldern (eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands) die imposanten Sandsteinfelsen sowie die fast einhundert Burgen und Burgruinen. Das ist der Stoff, aus dem Fotografenträume entstehen, ein passendes Ziel für diese Fotoreise.
Kurze Wege zu lohnenswerten Fotozielen im Dahner Felsenland
In knapp 10 Minuten Autofahrt von unserem Hotel in Dahn war der Parkplatz des ersten Fotoziels, das oberhalb von Dahn gelegene Burgenmassiv Alt-Dahn, erreicht, deren älteste Teile dieser größten Burgenanlage der Pfalz aus dem 11. Jahrhundert stammen. Die auf freistehenden steilen Felsen erbaute Dreierburg ist eine typische Wasgauburg mit in Felsen gehauenen Kammern, Treppen und Gängen.
Nach dort absolvierter „Arbeit“ erneut eine nur 10-minütige Autofahrt, und schon hatten wir den Ausgangspunkt für unsere erste Wanderung erreicht, den Premium-Wanderweg „Burg Neudahn Tour“. Nach einer vorab wohlverdienten Stärkung in der vom Pfälzerwald-Verein betriebenen Dahner Hütte folgten wir der Wegmarkierung „Weiße Burg auf rotem Grund“ in einem kurzen knackigen Anstieg hinauf zum Elwetritschefelsen, anschließend ging es ohne wesentlich Höhenunterschiede weiter durch den schönen Herbstwald. Schon bald tauchten im Wald die ersten fotogenen Sandsteinfelsen auf, vorbei am Satansthron zum Hexenpilz und Satansbrocken. Auf dem weiteren Weg erreichten wir die von einem hoch aufragenden Doppelgeschützturm geprägte Burg Neudahn (die Burganlage wurde im 13. Jahrhundert errichtet, der Doppelgeschützturm stammt aus dem 16. Jahrhundert). Zurück zum Parkplatz genossen wir die Herbststimmung durch das Moosbachtal.
Der zweite Tag begann mit einer Regenpause am Vormittag, eine gute Gelegenheit für die Bearbeitung der ersten Bilder. Die verbleibende Zeit des Tages nutzten wir für die Fahrt zum Wahrzeichen des Pfälzerwaldes, den Teufelstisch bei Hinterweidenthal, und anschließend zur Burg Trifels bei Annweiler.
Der Pfälzerwald verfügt über einen weiteren geschichtsträchtigen an den kalten Krieg erinnernden Ort bei Ludwigswinkel – das Sonderwaffenlager „Area 1“, wo mutmaßlich Atomwaffen auf deutschem Boden gelagert wurden. Diese Anlagen wurde 2012 denkmalgeschützt und steht somit auf der gleichen Stufe wie die vielen alten Burgen im Umland. Dieser Lost Places ist frei zugänglich und ein Fundus für Fotografen.
Der Altschlossfelsen – ein Highlight
Ein knapp halbstündiger gemütlicher Fußmarsch mit einem nur zum Schluss kurzen Anstieg, und wir standen vor im Wald hoch aufragenden Buntsandsteintürmen. Dieses Buntsandsteinmassiv von 30 Meter Höhe und ca. 1,5 km Länge wird immer wieder durchbrochen von Spalten, Löchern und Durchgängen zwischen den Felsen. Ein Eldorado für Fotografen direkt an der deutsch-französischen Grenze mit faszinierenden Strukturen und Farben.
Die Karlstalschlucht
Ein Tipp von einer Bekannten ergänzt mit weiteren Informationen, und schon stand der Fotospot auf dem Weg nach Mußbach, ein Ortsteil von Neustadt a.d.W., fest. Eine schöne entspannte Wanderung entlang der Moosalbe bis zu einem grünbedachten Pavillon .
Rund um den Wein
Als einziges deutsches Biosphärenreservat verfügt der Pfälzerwald am östlichen Rand über ein wichtiges Weinanbaugebiet, die „Haardtrand-Weinstraße“. Dank des milden und trockenen Klimas finden man hier auch mediterrane Tier- und Pflanzenarten.
Und wir wurden durch den Winzer Axel Schäfer vom Weingut Schäfer mit viel Wissenswertem zu der Gegend und rund um den Wein (und das nicht nur theoretisch) versorgt. Deshalb an dieser Stelle noch einmal, Axel, herzlichen Dank für deine Gastfreundschaft und Zeit, die du uns geschenkt hast. Die Weinprobe, wo wir die empfehlenswerten Weine vom Weingut Schäfer probieren konnten, in Verbindung mit unserer Bildershow waren dann der krönende Abschluss unseres Aufenthaltes im Pfälzerwald.
Doch zwischen Ankunft und Abschluss in Mußbach lagen noch fotografische Aktivitäten: Das Hambacher Schloss, die Besichtigung der wineBANK (Hier kann das „Gold der Pfalz“ eingelagert werden) in Wachenheim, die Weinorte Rhodt unter Riedburg, St. Martin und Forst sowie das Teehaus Ruppertsberg und Availble Light in der Altstadt von Neustadt a.d.W..
Eine Fotoreise mit Wiederholungscharakter
Damit ist nun meine erste „Nach-Freiraum-Fotoreise“ Geschichte. Es war ein gelungenes und harmonisches Gruppenerlebnis mit vielen guten fotografischen Ergebnissen. Danke an alle, die dazu beigetragen haben. Im Herbst 2026 wird es eine Wiederholung geben, Infos HIER.
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